Björn Beermann – Mitra (magisches Erbe) Teil 1

Verlag: Selfpublisher  Seitenanzahl: 305 Seiten Genre: Fantasie / Belletristik Autorin: Björn Beermann

Stell dir vor: Du bist 16 Jahre alt, verlierst deine Mutter bei einem Unfall, lebst mit deinem Vater, der nicht über den Tod deiner Mutter hinwegkommt und lernst auch noch deine Großmutter und Tante bei der Beerdigung kennen. Eigentlich alles ganz normal, oder?

Nicht so bei Mitra.
Mitra lebt in einer kleinen idyllischen Kleinstadt und zieht für ihre kaufmännische Ausbildung nach Hamburg, zu ihrer Großmutter Mildred und ihrer Tante Minerva, wo sie von ihrem magischen Erbe erfährt. Wie würdest du dich verhalten?

Schnell bemerkt Mitra, dass etwas nicht stimmt. Seltsame Dinge geschehen um sie herum und sie fängt an zu glauben, dass sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Wäre ich sie, dann ginge es mir wahrscheinlich genauso. Stell dir doch mal vor, du stehst am Bahnhof, siehst ein Plakat vor deiner Nase und hast das starke Gefühl, es beobachtet dich und zwinkert dir auch noch zu. Was würdest du denn denken? Verrückt, oder?

Nun, verrückt ist diese Geschichte wirklich. Es ist eine Mischung aus realem Leben und Fantasie. Eine nette Mischung, wenn auch der Rest vom Ganzen stimmen mag.

Das Buch hat einen sehr leichten und einfachen Schreibstil, mir kurzen Absätzen und kleinen Kapitel von manchmal nur 1-3 Seiten. Die Charaktere sind sehr oberflächlich geschrieben, was schade ist, denn sie haben sehr viel Potenzial. Ein Beispiel: Aggy, Mitras Kollegin und Mentorin, ist eine in meinen Augen kleine verrückte Persönlichkeit mit viel Herz. Leider beschreibt der Autor sie so kurz angebunden, dass ich fast geglaubt habe, sie sei eine oberflächliche Person.

Und auch über Mitra erfährt man immer wieder nur sehr kleine Charaktereigenschaften, dass diese schon fast untergehen, wenn man nicht wirklich darauf achtet.

Bei Mildred und Minerva brauch ich erst gar nicht anfangen. Ich mochte Minerva ja so gar nicht. Kalt, überheblich und eine viel zu aufgesetzte Fröhlichkeit. Das war einfach nur furchtbar.

Was mich aber am meisten gestört hat, waren die widersprüchlichen Gefühle von Mitra. Auf der einen Seite will sie mit dem magischen Erbe nichts zu tun haben und auf der anderen Seite sollen ihre Tante und Großmutter sie unterrichten.

Ja, klar ist es wichtig zu erfahren, wie man damit umgeht, aber Mitra lässt sich ja kaum auf die Hilfe ein die sie bekommt.

Dann ist da auch noch der Kollege auf ihrer neuen Arbeit, den sie so unglaublich anziehend findet. Aggy will sie beide verkuppeln und natürlich treffen alle Klischees auf Mitra zu. Sie wird ständig rot, wenn sie ihn sieht oder mit ihm spricht. Bekommt kaum ein Wort heraus und verhält sich wie ein verschüchtertes Reh. An sich ja ganz nett, aber auch etwas übertrieben.

Das Buch hat 458 Seiten und ich muss gestehen, dass ich nach 147 Seiten aufgehört habe zu lesen.

Dies ist der erste Teil von einer Trilogie und ich persönlich werde die weiteren Bücher nicht lesen.

Dennoch möchte ich mich bei Annika vom Literaturtest für das Rezensionsexemplar bedanken.

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