Leseeindruck #49 Jona Dreyer – Sex, Drugs & Handicaps (Liebe kann dein Leben ändern.)

Verlag: Selfpublisher Seitenanzahl: 302 Seiten Genre: Gayromance  Autor: Jona Dreyer

Wenn das Leben bitter ist, streu Zucker drauf!

Rhys ist gehandicapt, menschenscheu und eigenbrötlerisch – und seine heimliche Lieblingsband sind die Scarring Nightingales. Als er die Gelegenheit erhält, für seinen Musikblog ein Interview mit dem umschwärmten Frontmann Tyr Ravenson zu führen, macht er sich voller Vorfreude auf die Reise nach Cardiff. Doch das Interview wird zur Katastrophe, denn Tyr Ravenson ist nicht der, den Rhys sich immer vorgestellt hat und obendrein macht er sich auch noch über seine Behinderung lustig.
Zutiefst enttäuscht schreibt Rhys einen Blogpost, der sich rasend schnell in den sozialen Netzwerken verbreitet und Tyr in Bedrängnis bringt.
Tyr alias Avery Bell ist das Ganze sehr unangenehm und er sucht Rhys auf, um sich bei ihm zu entschuldigen. Wider Erwarten entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft und bald sogar mehr.
Doch Rhys ist überzeugt, er sei zu unbedeutend für einen Rockstar wie Avery und dieser gebe sich nur aus Mitleid mit ihm ab, während Avery glaubt, Rhys verdiene jemanden, der sein Leben besser im Griff hat als er.Und neben all den Steinen, die die beiden sich selbst in den Weg legen, gibt es da auch noch ein paar Menschen, die ihre Beziehung gar nicht gerne sehen…

Auf der Suche nach Gayromanen habe ich bei Bookrix dieses Buch entdeckt. Das Cover hat mir zwar nicht gefallen, aber ich habe dennoch die Leseprobe angeschaut und diese hat mir sehr gut gefallen. Gekauft habe ich mir das eBook für 3,99 € auf Amazon.
Ich kann euch versichern, dass das Buch jeden Cent wert war.

Kommen wir nun zu meinen Gedanken. Zuerst: Ich mag die beiden Hauptcharaktere Rhys und Avery sehr gerne. Avery Bell ist auch unter seinem Künstlernamen Tyr Ravenson bekannt. Er ist Sänger in der Rockband Scarring Nightingales und für seine Drogen- und Alkoholeskapaden bekannt. Dennoch freut sich Rhys, als er die Chance erhält, diesen Rockstar zu interviewen, der auch noch sein größtes Idol ist. Rhys ist nämlich nicht nur Fan, sondern auch Musikblogger.

Doch leider kommt alles ganz anders: Tyr Ravenson verhält sich wie der größte Vollidiot. Rhys ist wegen einer Erkrankung – Multiple Sklerose – eingeschränkt in seiner Bewegung. Tyr, der wohl schon sehr viel Bier intus hat, beleidigt Rhys bei dem Interview, was diesen dazu verleitet, einen Beitrag zu schreiben, der Tyr und den anderen Bandmitgliedern einen wichtigen Auftritt versaut.

Tyr ist außer sich und stellt Rhys zur Rede und genau da passiert das, womit ich nie gerechnet hätte. Rhys findet Avery sympathisch, aber er kann Tyr nicht leiden. Nur blöd, dass diese beiden Namen eine Persönlichkeit sind. Natürlich geht nicht alles sofort glatt. Sie zanken und streiten sich, denn Rhys kann nicht glauben, dass Avery seine Entschuldigung ernst meint. Ganz besonders dann nicht, als dieser vom ihm verlangt, den Artikel zu löschen. Rhys ist außer sich vor Wut und schmeißt Avery aus seinem Zuhause.

Dieser reist zurück nach London, denn da lebt und probt er derzeit mit der Band und versucht Rhys und diesen „blöden Artikel“ zu vergessen. Nur leider schafft er das nicht. Dauernd muss er an den kleinen Rhys denken und reist prompt wieder zu ihm nach Wales, denn dort lebt Rhys ganz alleine in einem großen Haus.

Die Beiden sprechen sich aus, freunden sich an und obwohl sie so verschiedenen sind, werden sie ein Paar. Leider gönnt nicht jeder ihnen ihre Liebe und so müssen sie viele Hürden auf sich nehmen und das Schlimmste ist, dass Rhys einfach nicht glauben kann, dass Avery, dieser unglaublich heiße Mann, ihn liebt.
Wird ihre Liebe bestehen? Oder zerbricht sie an den zweifelnden Gedanken, die Rhys jeden Tag plagen?

Mein Fazit zu dem Buch ist, dass ich es euch nur ans Herz legen kann. Die Geschichte ist so romantisch, traurig und bitter zugleich. Mir hat Rhys so leidgetan, denn die Krankheit – multiple Sklerose – ist einfach nicht leicht wegzustecken. Wie Rhys aber damit umgeht, ist beneidenswert. Er ist so stark und mutig, lässt sich nicht unterkriegen und schafft es, sein Leben so weit zu genießen, wie es ihm möglich ist.

Die Autorin hat sich viel mit der Krankheit beschäftigt, das konnte ich sehr gut herauslesen sowie mit dem Thema Drogen und Alkohol. Außerdem hat sie einen sehr flüssigen Schreibstil, der es mir sehr erleichtert hat, ins Buch zu hineinfinden.

Dieses Buch ist meine erste Empfehlung für das Jahr 2018.

Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.