Leseeindruck #39 Peter Gallert, Jörg Reiter – Glaube. Liebe. Tod

Verlag:  Ullstein Buchverlage Seitenanzahl: 416 Seiten Genre: Kriminalroman Autorin: Peter Gallert, Jörg Reiter

Ich bedanke mich bei NetGalley für das Rezensionsexemplar.

Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel …

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Leseeindruck #30 Manuela Obermeier – Tiefe Schuld

Verlag: Ullstein Verlag Seitenanzahl: 400 Seiten Genre: Kriminalroman Autor: Manuela Obermeier

Im Wald wird eine halb entkleidete Frauenleiche gefunden, deren Verletzungen auf jahrelange Misshandlungen hindeuten. Kommissarin Toni Stieglitz nimmt sich des Falles an – mit bitterem Beigeschmack: Ihr eigener Exfreund war gewalttätig, böse Erinnerungen werden wach. Der Ehemann der Toten wird sofort ins Visier genommen. Doch verdächtigt Toni den Partner des Opfers bloß aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit, und ist der Fall in Wahrheit viel komplizierter? Rechtsmediziner Dr. Mulder könnte Klarheit für Toni schaffen, sowohl beruflich als auch privat …

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Leseeindruck #26 Eric Berg – Die Schattenbucht

Verlag: Blanvalet Verlag Seitenanzahl: 417 Seiten Genre: Kriminalroman Autor: Eric Berg

Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…

Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?

Beim Lesen von Küstengrab hat mir einiges gefehlt, um dem Buch fünf Sterne zu geben. Bei Schattenbucht war es genauso. Wenn ich deutsche Krimis lese, dann oftmals welche aus dem Norden sowie aus dem Süden. Dieser Krimi spielt in Prerow, das nicht weit von Rostock entfernt ist. Für mich perfekt, denn mein Freund stammt von dort  und da ich oft zu Besuch war, wäre es für mich gar nicht so schwer, nach Prerow zu fahren, um mich dort dem Buch näher zu fühlen. Aber wie soll ich mich einem Buch näher fühlen, wenn mich die ganze Geschichte schon nicht überzeugen konnte?

Die Psychologin Ina Bartholdy besucht ihre Patientin Marlene Adamski, die ohne Grund vom Balkon sprang. In mir kamen sofort Zweifel auf, denn niemand springt ohne Grund von einem Balkon. Sie überlebte den Sturz, wird von ihrem Mann liebevoll umsorgt, all das gibt
uns der Klappentext preis. Aber was steckt wirklich dahinter? Ist der Mann wirklich so liebevoll zu seiner Frau oder ist er sogar der Grund, warum sie sprang?

Marlene verweigert sich der Mitarbeit, ihr Mann unterstützt sie darin. Für mich völlig unverständlich, denn wenn meine Frau vom Balkon springt, würde ich alles daran setzten, herauszufinden, warum sie es denn tat. Dann tritt ein weiterer Charakter in die Geschichte, Christopher Trebuth, 15 Jahre alt und auch ein Patient der Psychologin. Seine Mutter verschwindet und er hält seinem Vater für den Täter, denn er glaub nicht daran, dass seine Mutter fortgegangen war.

Ein Zusammenhang der Fälle? Das war für mich im ersten Moment nicht ganz klar. Ich habe mich gewundert, warum da plötzlich ein zweiter Fall ins Spiel kommt. Aber desto tiefer die Psychologin gräbt, umso mehr erfährt sie die Hintergründe des Sprunges und des Verschwindens. Spannung? Für mich keine.

Die Beschreibung der Charaktere fand ich unspektakulär, sie konnten mich nicht begeistern. Auch die inhaltliche Zusammensetzung haute mich nicht vom Hocker. Alles in allem fand ich dieses Buch mehr langatmig und langweilig als spannend.

Ich hoffe, dass mich das nächste Buch von Eric Berg überzeugen kann.

Liebe Grüße
Lea

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Leseeindruck #25 Florian Schwiecker – Verraten

Verlag: Edel Elements Seitenanzahl: 284 Seiten Genre: Kriminalroman Autor: Florian Schwiecker

Luk Krieger ist Agent einer geheimen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung. Als im Zentrum von Berlin eine Bombe explodiert und ihn beinahe in den Tod reißt, nimmt er gemeinsam mit der Polizistin Anna Cole die Ermittlungen auf. Alles deutet zunächst auf einen islamistischen Anschlag hin. Doch dann gibt es neue Spuren und Krieger schwört sich, die Verantwortlichen zur Strecke zu bringen. Im Kampf gegen Korruption und Machtmissbrauch riskiert er nicht nur sein eigenes Leben …

Bevor ich euch nun etwas über das Buch von Florian erzähle, muss ich mich erst mal beschweren: Liebes Edel Elements Team, wisst ihr eigentlich, wie anstrengend es
ist, wenn hinter dem Text „Rezensionsexemplar Lea Phelina“ steht? Nein? Jetzt wisst ihr es. Es ist unglaublich anstrengend, denn ich ertappte mich oft dabei, wie ich nicht den Text gelesen habe, sondern auf meinen Namen starrte. Das war fast so, als würde ich in diesem Buch vorkommen. *lach*
Hier ein Beispiel:
Nun aber zu meinem Feedback.
Als ich das Buch gelesen habe, hinterließ ich dem Autor eine Nachricht mit dem Inhalt: „Lieber Florian, es ist das erste Mal, dass mich ein Buch so sehr wie deins beschäftigte. Ich bin kein Leser von politischen Diskussionen, geschweige denn von den ganzen politischen Nachrichten, die es täglich von morgens bis abends gibt und dennoch bekomme ich mit, was in der Welt passiert.“
Natürlich muss ich mich mit einigen Dingen auseinandersetzten, die für meinen Beruf wichtig sind, aber mögen werde ich es nie. Dafür habe ich mich viel zu wenig als Kind und Jugendliche mit dem Thema beschäftigt. Oft habe ich das Buch zur Seite legen müssen. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, was wäre, wenn all das wirklich geschehen würde? Ich hätte nie geglaubt, dass dies wirklich bei uns in Berlin passieren könnte. Aber wir alle erinnern uns an den LKW, der über den Weihnachtsmarkt am Zoologischen Garten fuhr und dabei unzählige Menschen tötete. Es war zwar keine Kofferbombe, aber es war ein Anschlag.
Manchmal verschließen Menschen die Augen vor Dingen, die vor ihnen geschehen oder von denen sie hören. Wir sagen uns immer wieder, dass so etwas doch nicht bei uns passieren kann. Aber wenn es passiert, sind wir geschockt und gelähmt. Können kaum glauben, dass es passiert ist.

In Florians Buch stellte ich sehr schnell fest, dass er nicht nur verdammt gut recherchiert hat. Er hat sich vor allem mit der Thematik auseinandergesetzt. Die Orte Berlin, Köln und München sind so präzise beschrieben, dass ich immer wieder dachte, ich sei vor Ort – ohne es langweilig zu finden.

In dem Buch ist alles sehr schnell auf den Punkt gebracht und dennoch hatte ich das Gefühl, ich würde Wochen an dem Buch lesen. Nicht, dass ich dies schlecht finde. Nein, viel mehr fand ich es diesmal richtig gut. Das eBook „Verraten“ habe ich als Rezensionsexemplar vom Edel Elements Verlag
bekommen und ich möchte mich hiermit noch mal ganz herzlich bedanken.
Bis zum nächsten Mal.

Eure Lea

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