Wenn die neuen Verordnungen dich nicht schlauer, sondern dümmer werden lassen….

Ja, meine lieben Leser, die Überschrift ist tatsächlich ernst gemeint. Ich fühle mich seit der neuen »Dsgvo« und »beinhaltet Werbung, also bitte markieren« Verordnung nicht schlauer, sondern regelrecht dumm. Wie oft frage ich meine Freunde, dass sie mir Dies und Jenes doch bitte erklären, denn ich verstehe es nicht. Sind meine Freunde deswegen von mir genervt? Ich habe keine Ahnung. Bis jetzt haben sie es mir noch nicht gesagt, aber was nicht ist, kann ja noch kommen!

Warum markieren jetzt alle ihre Beiträge als Werbung?

Tja, wenn ich das mal wüsste.Jeder schreibt in seinem Instagrampost »Werbung« und dann lese ich nicht mal etwas, das Werbung beinhaltet. Sondern einfach nur, dass sie dieses oder jenes Buch gelesen haben und es ihnen sehr gut gefallen hat.
Wurde der Autor oder der Verlag verlinkt? Nein, davon war nichts zu sehen.Betitelt sie ihren Post jetzt als Werbung, weil sie das Buch fotografiert hat oder aber weil sie über das Buch spricht?
Ich dachte, wir müssen nur dann von »Werbung« schreiben, wenn wir gezielt den Verlag oder den Autoren verlinken. Weil, wie mir jemand so schön schrieb: „Du machst damit auf dich und den Verlag/Autor aufmerksam.“
Hier verstehe ich den Sinn darin, dass wir das als »Werbung« kennzeichnen müssen, aber ich fange doch nicht an, alle meine Beiträge als »Werbung« zu kennzeichnen, nur weil ich über das Buch xyz schreibe. Im Ernst, alles hat seine Grenzen!

Wie ist das mit Rezensionexemplaren?

Rezensionexemplare sind eine ganz andere Nummer. Diese bekommen wir vom Autor oder vom Verlag gesponsert. Für dieses Buch xyz machen wir Werbung. Also bezeichne ich meinen Beitrag auch mit (Rezensionexemplar von Verlag oder Autor zyx).
Manchmal wollen Verlage und Autoren auch, dass du ihre Seite, ihre Bilder oder aber auch ihre Biographie verlinkst. In diesem Fall schreibe ich natürlich dazu (unbezahlte Werbung).
Warum unbezahlt? Ich bekomme dafür kein Geld, benutze keine affiliate Links, habe kein Gewerbe und werde auch keines haben. Ich bekomme ein Rezensionexemplar gestellt und markiere dies dann auch ausführlich.

Was ist, wenn ich mir ein Buch kaufe und den Autor und Verlag verlinke, ist das dann Werbung?

Gute Frage! Ich weiß es ehrlich gesagt selbst nicht. Jeder erzählt mir etwas Anderes. Niemand ist sich da 100% sicher, aber seien wir mal ehrlich: Wenn ich einen Verlag und Autor verlinke, dann mache ich doch schon Werbung?!?
Bin ich da nicht auf der sicheren Seite, wenn ich das in meinen Beiträgen oder Instagramposts erwähne? Oder ist das dann falsche Werbung? Ich bin da echt überfragt und wenn ich mir die Artikel durchlese, die mir zwei Freunde geschickt haben und dann auch noch den lese, den mir andere unter meinen Facebookpost gesetzt haben, dann werden die ??? In meinem Kopf immer größer, denn alle drei sagen sie etwas Anderes aus und alle drei Personen gehen davon aus, dass ihr Beitrag hilfreich ist.

Wie gehe ich also mit dem Ganzen um?

Das Wichtigste: Mache dich nicht verrückt. Vertraue auf dich und dein eigenes Urteilsvermögen und lasse dir von andern keine Angst machen.Rede mit Freunden oder anderen Bloggern über ihre Gedanken und Erfahrungen und frage sie, wie sie damit umgehen.Wichtig ist doch, dass wir trotz der ganzen neuen Urteile und Einschränkungen (ja, so sehe ich das nun mal) Spaß an unserem Hobby haben.
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Das waren meine Gedanken zu all dem und jetzt bin ich gespannt auf eure Meinungen.

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2 thoughts on “Wenn die neuen Verordnungen dich nicht schlauer, sondern dümmer werden lassen….

  1. Wenn Du das Buch kaufst und den Verlang verlinkst, ist das spätestens seit einem dieser Tage gefällten Urteil Werbung: https://www.basicthinking.de/blog/2018/06/18/absurdes-urteil-instagram-vreni-frost/

    Wohlgemerkt unabhängig von deiner darüber geäußerten Meinung. Du kaufst irgendein Produkt, findest es katastrophal, postest auf Deiner Seite oder in Deinem Blog, es sei der hinterletzte Müll und verlinkst den Hersteller, dann muss dem Urteil zu Folge trotzdem “Werbung” dabeistehen, ansonsten kannst du abgemahnt werden.

    Dabei ist das Problem nicht diese Rechtssprechung, sondern das Abmahnwesen. Keine Behörde würde sich über das Verlinken eines Verlags etc. aufregen. Aber es gibt eben Vereine und Verbände, die damit Geschäfte machen und die Missbrauchbarkeit des deutschen Abmahnwesens ausnutzen. Das war schon vor vielen Jahren so und nie wird etwas gemacht – unter Umständen kein Zufall, wenn man bedenkt, dass in Deutschland Parlamente zum großen Teil mit Leuten besetzt sind, die Juristen sind und vorher selbst Anwälte waren.

    1. Hallo Chris’s I,
      Soviel habe ich verstanden und ich weiß, wenn ich den Verlag oder den Autoren verlinke, dass ich dann »Werbung« schreiben muss.

      Aber wenn ich nichts der gleichen mache, muss ich auch nicht »Werbung« schreiben, denn ansonsten müsste ich das überall machen, wo etwas zusehen sein könnte. Sei es eine Tasse, ein Funko oder aber meine Kleidung.

      Danke für dein Feedback
      LG Lea

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