Patrick L. Blockum – Oliver Parkins – Die Entdeckung von Carsalen (Rezensionsexemplar*)

Patrick L. Blockum | Oliver Parkins | A tree & a Valley | Rezensionsexemplar

Als ein Wanderzirkus nach Fairie’s Willow kommt, wird das Leben des elfjährigen Oliver und seines besten Freundes Alfie schlagartig auf den Kopf gestellt. Sprechende Eichhörnchen, magische Welten, Oliver kann es gar nicht glauben, doch der vermeintliche Zirkusdirektor und Sonderling Alfonso Panzini zeigt den beiden Freunden einen Weg in das geheimnisvolle Königreich Carsalen. Zusammen betreten sie das Land hinter den Sternen, treffen auf wundersame Gestalten und begeben sich auf den Pfad einer alten Prophezeiung. Ist Oliver wirklich der Auserwählte, der das Land von finsteren Mächten befreien soll? (Amazon)

Am Anfang lesen wir nicht von Oliver, dem kleinen Jungen, sondern von Oliver, dem alten Mann, der in einem Seniorenheim wohnt. Er beginnt sich einem Pfleger anzuvertrauen und erzählt ihm von seiner Geschichte, die er als Kind erlebt hat.

Fairie’s Willow ist vom Krieg gezeichnet, was auch den beiden Kinder Oliver und Alfie nicht entgeht.
Armut und die karge Ernte begleiten sie durch ihren Alltag. Oliver selbst weiß um die finanziellen Sorgen seiner Mutter. Als seine Mutter sie mit Zirkuskarten überrascht, ist Oliver sich nicht sicher, ob er sich freuen soll oder nicht. Immerhin ist das Geld knapp. Bei Oliver siegt am Ende die Freude und so besucht er zusammen mit seiner Familie den Zirkus.

Das Alfie und Oliver in einem Land aufwachsen, das von Krieg und Verlusten gezeichnet ist, ist für beide nur sehr schwer erträglich. Aufgelockert wird die Geschichte allerdings durch Oliver, der nicht nur durch Neugier besticht, sondern auch Streichen nicht abgeneigt ist. Ich mag Oliver sehr gerne. Er ist ein toller Junge und das erste Mal habe ich mir für einen Charakter gewünscht, dass er in einer besseren Welt aufwachsen würde.

Etwas erschlagen haben mich manche Kapitel: Sie waren viel zu langatmig und man hätte aus ihnen ein bis zwei weitere Kapitel gestalten können. Ob Kinder die gleiche Ausdauer wie Erwachsene haben, wage ich zu bezweifeln. Auch die Sprache kann zum Verhängnis werden: Zu viele Wörter könnten Kinder während des Lesens überfordern – selbst ich hatte teilweise so meine Probleme.

An Fantasie mangelt es dem Buch nicht: Das hat mir sehr gut gefallen und ich bin mir sicher, dass den Kindern die Geschichte gefallen wird. Jedoch ist das Buch eher für Jugendliche, die etwas mehr Ausdauer beim Lesen haben.
Erwachsene werden sicherlich auch Spaß an dem Buch haben, jedoch sollten sie sich darauf einstellen, dass sie mit vielen unbekannten Begriffen erschlagen werden, was dazu führen kann, häufiger mal zum Wörterbuch greifen zu müssen.

*Ich bedanke mich beim Literaturtest für das Rezensionsexemplar.

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