Lisa Brenk – Mr. Barnacals Schildkröte (Rezensionsexemplar)

Lisa Brenk | Wölfchen Verlag |Taschenbuch | Rezensionsexemplar

Seit dreißig Jahren verschanzt sich Mr. Barnacal in seinem Anwesen wie eine Schildkröte in ihrem Panzer. Aber jetzt drängt ihn das Schicksal heraus!

Mr. Barnacal lebt einsam und abgeschieden in seinem Haus voller Wunder, um das Elend der Energiekrise zu vergessen. Doch dann steht ein Rostiger aus den Maschinenstädten und eine Handvoll Glücksritter vor Bairre Barnacals Tür u0nd verlangen dessen Schildkröte. Die mit dem nachtblauen Panzer.
Doch Mr. Barnacal lässt sich nicht davon einschüchtern. Wozu ist er schließlich ein genialer Erfinder? Mithilfe eines ängstlichen Minotaurus, des schwarzen Unglückshundes und seines fantasievollen Einfallsreichtums sagt Barnacal den Belagerern den Kampf an und setzt alles daran herauszufinden, was seine Schildkröte so wertvoll macht!

Wie viele von euch wissen, war am Samstag, den 24.11.2018, die „Buch Berlin“ und ich habe sie gemeinsam mit einer Freundin besucht.
Die diesjährige Buchmesse fand in einem anderen Hotel statt und die Atmosphäre vor Ort hat mir deutlich mehr zugesagt als im Jahr zuvor.

Das Buch „Mr. Barnacals Schildkröte“ von Lisa Brenk, welches ich euch heute vorstelle, habe ich vom Wölfchen Verlag als Rezensionsexemplar auf der Messe erhalten und sofort war ich Feuer und Flamme aufgrund des Covers. Es besitzt eine faszinierende Beschichtung und ich liebe es, es einfach nur berühren. Um welche Folie es sich dabei genau handelt, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Jedoch glaube ich zu wissen, dass einige Verlage schon auf diese Art Folie zurückgegriffen haben – sogar Selfpublisher. In meinem Schrank steht eine Trilogie von der – leider verstorbenen – Autorin Petra Röder. Die „Blutrubin“ Trilogie wurde auch mit dieser Art Cover geschmückt und vielleicht kennt der ein oder andere von euch die Bücher oder besitzt sie selbst sogar.

Gehen wir nun zurück zu Mr. Barnacal.
Wie soll ich euch nur das Buch beschreiben, wenn alles in meinem Kopf nur so herumschwirrt??

Also gut, einen Versuch ist es ja wert.
Normalerweise lese ich zwar keine „Science Fiction“ Romane, jedoch bietet dieses Buch mehr als nur dieses Genre. Die Furcht vor der „Angst in der Dunkelheit“ oder „vor dem Raus gehen, auf Menschen treffen und sogar mit Ihnen zusammen sein“ begegnet vielen von uns im wirklichen Leben.

Mr. Barnacals leidet an etwas, das die Psychologen als „Agoraphobie“ bezeichnen. Es ist die Angst, hinaus in die Öffentlichkeit zu gehen bzw. das Haus zu verlassen. Ich denke, dass sich diese Art Phobie entwickelt, wenn man aufgrund von speziellen Ereignissen nicht mehr in die Öffentlichkeit gehen kann. Mr. Barnacal hat sein eigenes Haus seit mehr als 30 Jahren nicht mehr verlassen und so ist es kein Zufall, dass sich diese Art einer Störung – die Agoraphobie – entwickelt.

Eine weitere Person in diesem Buch ist Hargest, der ängstliche Minotaurus. Hargest leidet an Achluophobie – die Angst vor der Dunkelheit. Hargest erscheint im Geschichtsverlauf und übt auf dem Anwesen der Barnacals einen interessanten Beruf aus. Ich kann euch schon im Voraus verraten: Diesen werdet ihr nicht so einfach erraten.

Kommen wir nun zu der eigentlichen Handlung.
Bairre Barnacal hat seit Jahren eine blaue Schildkröte in seinem Besitz. Warum die Schildkröte blau ist und welchen Nutzen diese für ihn hat, das weiß er jedoch (noch) nicht. Nur das sie wohl etwas Wichtiges an sich haben muss, denn vor seinem Haus haben sich seltsame Gestalten niedergelassen. Ein rostiger Abklatsch von einem Menschen (Ja, ich nenne den so, denn ihr sollt selbst herausfinden, was es mit diesem Typen auf sich hat…), eine alte Lady, die nicht zu unterschätzen ist, ein kleines Mädchen, das manchmal noch sehr grün hinter den Ohren ist und zwei weitere Personen, die ich nicht wirklich beschreiben kann.
Diese vier Personen – ausgenommen der Rostige – werden auch Glücksritter genannt. Warum? Ich bin mir dessen nicht bewusst… *zwinker, zwinker*.

Diese Fünf haben es sich also vor dem Anwesen der Barnacals gemütlich gemacht und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass Bairre Barnacal nicht sehr erfreut über diese Tatsache ist. Der alte Mann versucht alles, um die Fremdlinge vor seinem Grundstück zu verjagen. Er bittet sogar Hargest, der ängstliche Minotaurus, den Leuten das Fürchten zu lehren. Es war klar, dass dies nichts bringen würde und so hat sich der alte Mann eine neue Idee ausdenken müssen.

Jedoch helfen auch diese nicht weiter und so tüftelt der alte Barnacals immer und immer wieder neue Ideen aus, bis er einen entscheidenden Fehler begeht und sie greifen ihn sprichwörtlich mit seinen eigenen Waffen an.

An dieser Stelle mache ich einen Cut. Wenn ich euch zu viel verrate, lest ihr die Geschichte vielleicht nicht mehr. Ich bin jedoch der Meinung, dass ihr sie unbedingt lesen solltet. Auch wenn ihr Science Fiktion vielleicht nicht mögt – mir sagt es normalerweise auch nicht unbedingt zu – so habe auch ich sie gelesen und sie hat mir gefallen.

Die Geschichte spielt einige Jahre in der Zukunft – es müsste ungefähr das Jahr 2038 bis 2043 sein. Die Technologie, die wir heute kennen und nutzen – also Smartphones, Laptops, Computer, Telefone – sind dort nicht mehr für jeden erhältlich. Dass alles existiert nur noch für die, die es sich leisten können.
Es erscheinen mutierte Wesen aus Gen-Laboren und andere komische Gestalten. Die Rasse „Mensch“ existiert zwar noch, aber ich glaube, die Bevölkerung besteht aus mehr mutierten Wesen als Menschen. Es ist auf jeden Fall spannend zu lesen.

Dennoch habe ich eine kleine Anmerkung: Obwohl der Spannungsaufbau gut ist, hätten der Geschichte 20 Seiten weniger auch gutgetan. Zum Ende hin, ich glaube bei so ca. ¾ der Geschichte, gibt es einen kleinen Hänger. Zu der Zeit wollte ich am liebsten zum Ende hinblättern, um endlich zu erfahren, was es mit der kleinen blauen Schildkröte auf sich hat. Tapfer habe ich aber alles gelesen und war dann doch ein wenig traurig, als die Geschichte zu Ende war.

Ich hoffe, dass mein Einblick in das Buch „Mr. Barnacals Schildkröte“ euch gefallen hat. Wie immer freue ich mich über eure Rückmeldung.

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