Nancy Pfeil – Thalél Malis (Rezensionsexemplar)

Nancy Pfeil | Thalél Malis | Tagträumer Verlag | Rezensionsexemplar

Eine Liebe, gesät im Hass.
Ein Thron, der seine Könige besitzt.
Eine Bestimmung.
Befeuert durch einen Krieg zwischen zwei Reichen,
ist ein jeder dazu verdammt Opfer zu bringen damit das eigene Licht nicht erlischt.

„Richte eine Waffe nur auf einen anartischen Krieger, wenn du sicher bist, dass du ihn auch töten kannst. Laufe nur weg, wenn du weißt, dass er langsamer rennt als du. Schweige lieber, bevor er deine Lügen enttarnen kann. Und, Neyla, bleibe niemals vor ihm auf dem Boden liegen. Ich habe dich eine Menge gelehrt, aber den Stolz einer Kriegerin hast du schon mitgebracht.“

Bei dieser Rezension können Spoiler auftreten. Ich möchte euch so viel über die Geschichte erzählen, dass ich nicht weiß, ob ich spoilerfrei bleiben kann. Aber zuerst das Cover:


Nayla – die Prinzessin aus dem Königreich Thalél Malis – lernt, was es heißt, zu kämpfen und hinter den Mauern des Königsreich zu überleben. Aber warum muss Nayla sich denn Verteidigen? Und das als Prinzessin? Ganz einfach: Emilijan, der König und ihr Bruder, trifft sich mit den Obersten der Clans aus dem Reich der Anarten. Der Friedensvertrag muss verlängert werden und weil unter den Anarten auch nicht alles bestens ist, besteht die Gefahr, dass sie angegriffen werden. Emilijan will also, dass Nayla sich verteidigen kann.

Aber egal, wie gut Nayla auch sein mag: In Emilijans Augen bringt sie nicht die Leistungen, die er gerne sehen will. Also entscheidet er nach einem Ausritt, der für Nayla schmerzlich auf dem Boden endet, dass sein Sklave Davis‘ – ein anarchischer Krieger – sie weiter in der Kampfkunst lehrt.
Nayla glaubt den Worten ihres Bruders kaum. Sie versucht, ihn zu überreden, aber Emilijan kehrt ihr den Rücken zu und lässt sie mit Danis alleine. Gefangen in ihren verschiedensten Emotionen fügt sie sich dem Befehl ihres Königs, denn das war Emilijan für Nayla in genau diesen Moment.

Eine harte Zeit kommt auf Nayla zu und ohne, dass ich als Leser es bemerkt habe, ging es auch schon auf die Reise zur Friedensverhandlung. Aber das war anscheinend nicht das einzige, worum es bei dieser Reise ging. Emilijan hat noch einen Trumpf im Ärmel und als Nayla den Grund dafür erfährt, weiß sie nicht, ob sie ihren Bruder dafür hassen soll. Sie schweigt und tritt die Reise mit an. Natürlich ist nicht alles einfach und gefahrenlos und Nayla musste das erste Mal um Leben oder Tod kämpfen.
Aber es geht nicht nur um Nayla ist dieser Geschichte: Auch Danis hat eine wichtige Rolle.

Als Sklave des Königs hat er kein gutes Leben. Was genau er alles erlebt, können wir nur erahnen und auch, warum er so ist, wie er ist. Aber Danis hat eine Seite, die ich im späteren Verlauf zu schätzen gelernt habe. Mit seiner kalten und abweisenden Art war er mir am Anfang sehr unsympathisch und ich mochte ihn überhaupt nicht. Im späteren Verlauf änderte ich meine Meinung aber. Warum? Das müsst ihr selbst herausfinden. 😉

Nancy Pfeil hat mit dem Auftakt dieser Geschichte Charaktere erschaffen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Ich habe mit Nayla geweint und gelacht. Ich fühlte ihre Wut, Trauer, Enttäuschung und Liebe, die sie im Laufe der Geschichte für Danis entwickelte. Ich musste auch über einige Verluste in dieser Geschichte weinen. Der Schluss war für mich das Schlimmste und ich habe etwas Angst vor dem zweiten Buch.

Für mich ist dieses Buch das emotionalste Buch, das ich seit langer Zeit gelesen habe.

Vielen Dank an Nancy Pfeil und dem Tagträumer Verlag für das Rezensionsexemplar.

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